Besuch im Sepulkralmuseum Kassel

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Mein Besuch im Sepulkralmuseum Kassel hat Spuren hinterlassen, das schon einmal vorweg.
So wirklich etwas darunter vorstellen konnte ich mir nicht, und bin völlig offen darauf zugegangen.
Nicht nur, dass zurzeit eine hervorragende Sonderaustellung angeboten wird, von der ich aber leider die Fotos nicht verwenden darf.
Das Sepulkralmuseum gibt Einblicke in vielfältige Themen, die ich nach und nach vertieft habe.

Es hat mich auf die Spuren unserer eigenen Begräbniskultur gebracht. Auf der Suche nach Antworten habe ich persönliche Geschichten gehört, Bilder und Eindrücke bekommen... Es wurde mit der Zeit eine persönliche Reise.

Begräbniskulturen verschiedener Religionen, Totenbekleidung, Trauerkleidung, Rituale verschiedener Art sind nur einige Themen im Museum. Eine Führung kann gebucht werden. Ein Besuch reicht eigentlich nicht aus, um Alles zu erfassen.
Literatur steht zur Verfügung, viele meiner Fragen konnten auch die Mitarbeiter schon beantworten. Es ist schwer zu beschreiben, was es auslöst, sicher ist, es arbeitet sehr lange nach.
Es ist sicherlich ein nicht alltägliches Museum mit einem spannenden Thema.

Einige Themen werde ich hier aufgreifen und in weiteren Beiträgen vertiefen.

Zum Schluss meine ganz persönliche Empfehlung:
Kassel ist eine tolle Stadt und einen Wochenendtrip wert. Das Museum ist mein Geheimtip dazu.

„Wo ist A. jetzt?“

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Am 17.05.2018 ging nach 3 Monaten intensiven Arbeitens das Projekt Trauerbegleitung in der Gelderner  St. Michael Grundschule zu Ende.

Thema war der ein Jahr zuvor verstorbene und von allen geliebte Mitarbeiter der OGS. Die Kinder und auch die Mitarbeiterinnen nahmen in verschiedenen Projekten, die wir zuvor besprochen und ausgesucht hatten, aktiv noch einmal Abschied.

Es wurden eigene Kerzen gestaltet, dabei wurde viel gefragt, auch geweint und gelacht. "Wo ist A.jetzt?" Auch Wut fand ihren Platz. "Warum ist er einfach abgehauen? Er wollte doch noch so viel mit uns machen."

Die Erzieherinnen grillten mit den Kindern am gleichen Tag wie das im Jahr zuvor von A. geplante Abschiedsgrillen zum Schuljahresende. Hier wurden noch einmal Geschichten erzählt, Lustiges und auch Trauriges...

Wir kauften einen Heliumballon und ließen ihn mit einem Abschiedsritual steigen.

Die teilnehmenden Kinder gestalteten gemeinsam ein Kreuz mit selbstbemalten Steinen und gaben diesem Kreuz anschließend einen Platz auf dem Schulhofgelände.

So haben nun alle Kinder die Möglichkeit, diesen Platz bei Bedarf aufzusuchen, sich dort hinzusetzen und einfach noch einmal in Kontakt sein zu können.